Als ich im Wintersemester 2021 mit dem Masterstudiengang Energie- und Ressourceneffizienz begann, war ich bereits seit 2016 mit meinem eigenen Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung selbstständig. Mein Ziel war es, mein Wissen über den Bachelor in Versorgungstechnik hinaus zu erweitern, mich persönlich weiterzuentwickeln und die Berechtigung zur Promotion zu erlangen. Ein berufsbegleitendes Fernstudium mit wenigen Präsenzphasen war dafür die ideale Form, weil ich mein Unternehmen dabei nicht vernachlässigen musste.
Fachlich hat mir das Studium vor allem einen größeren Abstand zur reinen Technik verschafft. Im Bachelor wurde ich ausschließlich fachlich ausgebildet, im Master kam das große Ganze hinzu: europäisches Energierecht, rechtliche Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Bewertung von Anlagen über Rentabilitätsberechnungen.
Wie praxisnah das ist, habe ich an meiner Masterarbeit gemerkt. Ich habe sie über die Wärmerückgewinnung von Kompressionskälteanlagen am Beispiel einer Großbäckerei geschrieben, an einem realen Projekt eines meiner Kunden. So konnte ich das Gelernte unmittelbar anwenden und mich zugleich in diesem Bereich spezialisieren.
Besonders geschätzt habe ich das bundesweite Netzwerk an Mitstudierenden sowie die Offenheit der Professoren, Dozenten und der Studienbetreuung. Man hatte durchweg das Gefühl, dass hier verstanden wird, warum man berufsbegleitend studiert, neben Firma, Familie und Beruf.
Das Konzept aus Selbstlernphasen, Webmeetings und Präsenzphasen hat für mich gut funktioniert, weil ich mir den Stoff in meinem eigenen Tempo einteilen konnte. Dank der Möglichkeit, Urlaubssemester einzulegen, ließ sich das Studium gut an die Auslastung meines Büros anpassen. Die größte Herausforderung war ehrlich gesagt die nötige Selbstdisziplin. Was hier hilft, ist der Zusammenhalt mit den Kommilitonen: Sobald man die Last teilt, kommt man deutlich leichter durch.
Ich kann den Studiengang jedem empfehlen, der sich neben dem Beruf fundiert im Bereich Energieeffizienz weiterentwickeln möchte. Mein Dank gilt Herrn Jungk und dem gesamten Team des Fernstudieninstituts für die durchgehend gute Betreuung.
Nicolas Scholl, Ingenieurbüro Scholl, Absolvent März 2026





